< Solares Heizen – in Zukunft auch elektrisch!
21.09.2012 16:41 Age: 7 Jahr(e)
By: Ingo Zehnpfenning

Die Achilles-Verse einer Heizungsanlage..


Moderne Solarschichtenspeicher mit 2 integrierten Solarwärmetauschern und 2 integrierten

Während verstärkt auf die richtige Heizungsanlage Brennwerttechnik, Pelletofen, Holzvergaserofen, wassergeführten Kamineinsatz, BHKW, Wärmepumpe, Solaranbindung usw. diskutiert wird, bleibt die Wahl des optimalen Speichers aussen vor. Häufig wird der Speicher lediglich als großer Warmwasserbehälter gesehen. Andere verzichten trotz ENEV wieder gleich ganz drauf. Selbst bei "Fachleuten" wird der Speicher häufig unterschätzt und mit der Bemerkung und "dann noch ein großer Behälter" abgetan.Dabei entscheidet der Warmwasserspeicher häufig über die Effizienz der gesamten Anlage. Beispiel BHKW: Das BHKW braucht lange Laufzeiten bzw. geringen Stillstand um einen möglichst hohen wirtschaftlichen Nutzen einzuspielen. Nur wohin mit der Energie, wenn diese nicht in dem Umfang gebraucht wird? In den Speicher natürlich. Dieser ist aber dann häufig wieder zu klein ausgelegt oder durch eine schlechte Isolierung kaum als wirtschaftlichen Speicher zu bezeichnen.

Ein guter Speicher sollte eine entsprechende Isolierung mit einem U-Wert von mindestens 0,03 besitzen. Was bei den Fenstern wichtig ist, der gute U-Wert sollte genauso bei den Warmwasserspeicher der Heizung gelten! Der Wärmeverlust kann auf das Jahr betrachtet zwischen einem einfach isolierten Speicher und einen gutgedämmten Speicher schnell über 2000 kW/h betragen, je nach Energieträger zwischen 300,- € und 400,- € Verlust im Jahr! Das merkt man häufig, wenn der Heizungsraum überdurchschnittlich warm ist. Was vor einigen Jahren noch angenehm war, weil als Trockenraum für Wäsche etc. genutzt, geht heute richtig in die Geldbörse. Natürlich bevorratet ein gutgedämmter Speicher die Energie auch wesentlich länger, Beispiel ein komplett geschlossener und hochgedämmter Speicher kann die Energie zwischen 10 - 14 Tage bevorraten!

Ein weiterer Aspekt ist sind die Anschlussmöglichkeiten und die Auslegung. Jedes Grad, die die Heizungsanlage geringer fahren kann, zahlt schon ebenfalls kräftig in die Geldbörse ein. Hier ist das Wesentliche das auf die jeweilige Anlage abgestimmte Speicherdesign und Anschlussschema entscheidend. Häufig werden einfach Standardspeicher verwendet, die dann für die unterschiedlichsten Heizungsanlagen immer gleich optimal funktionieren sollen.

Ein guter Speicher sollte dann auch noch im Innerem funktionieren, sprich die Schichtung sollte immer gewährleistet sein. Einfache Speicher gewährleisten dies oft nicht. Einfach zu prüfen in dem man die Temperatur an den oberen und unteren Anschlüssen abnimmt. Ist diese fast identisch oder hat nur einen geringen Temperatur unterschied, funktioniert der Speicher nicht richtig und sollte überprüft bzw. ausgetauscht werden.

Und kommen wir zum letzten Thema, die Frisch- bzw. Heißwasserbereitstellung. Bei reinem Frischwasserspeicher sollte ein funktionierender Legionellen-Schutz (regelmäßiges Aufheizen über 60 Grad) vorhanden sein und regelmäßig die Anode gewechselt werden. Beides findet in der Praxis nur bedingt statt. Der Gesetzgeber hat von daher für größere Frischwasserspeicher eine zweijährige Überprüfung durch die Gesundheitsämter angeordnet. Ich empfehle hier Frischwasseraufbereitung über integrierte Wärmetauscher, idealer Weise doppelte Frischwasserwärmetauscher. Damit entfällt der Legionellen-Schutz und der Speicher kann mit geringeren Temperaturen bei gleichzeitiger ausreichender Heißwasserversorgung betrieben werden.


 
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